
Tischlermeister und HwK-Vollversammlungsmitglied Markus Biermann (M.) führt HwK-Hauptgeschäftsführer Hendrik Schmitt (l.) und Lehrlingswart der Tischler-Innung Hochsauerland, Martin Hütten, durch seinen Betrieb in Schmallenberg.
BetriebsbesuchTradition, Innovation und Top-Ausbildung
Hendrik Schmitt, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (HwK) Südwestfalen, und Uta Neumeister, verantwortlich für Standortpolitik bei der HwK, besuchten die Innenausbau Biermann GmbH in Schmallenberg.
Anlass des Besuchs war, dass Tischlermeister Markus Biermann unlängst als neues Mitglied in die Vollversammlung der Handwerkskammer gewählt wurde. Gemeinsam mit seinem Bruder Christian führt er seit 2005 das Traditionsunternehmen.
Ebenfalls vor Ort waren Jürgen Bröker, Obermeister der Tischler-Innung Hochsauerland, sowie Martin Hütten Lehrlingswart der Tischler-Innung Hochsauerland. Sie nutzten die Gelegenheit, um sich über aktuelle Entwicklungen im Tischlerhandwerk auszutauschen. Hütten merkte an, dass die Zahl der Tischler-Lehrlinge im ersten Ausbildungsjahr erfreulicherweise gestiegen sei – ein positives Signal für das Handwerk.
Hohe Ausbildungsqualität und engagierte Fachkräftesicherung
Der Betrieb, der auf eine über 80-jährige Geschichte zurückblicken kann, beeindruckt mit klaren Strukturen, moderner Ausstattung und hohem Qualitätsanspruch. Auf über 5.000 Quadratmetern arbeiten 70 Mitarbeiter – darunter zehn Meister – an hochwertigen Innenausbauprojekten. Neben Wohnraumdesign und Objekteinrichtung realisiert der Tischlerbetrieb zudem regelmäßig individuell gefertigte Yachtinnenausbauten – eine Spezialisierung, die man in Südwestfalen nicht auf den ersten Blick erwarten würde.
Ein zentrales Thema des Besuchs war die Fachkräftesicherung. Innenausbau Biermann setzt stark auf Ausbildung – und das mit Erfolg: Seit 2005 wurden 65 Lehrlinge ausgebildet. 2019 wurde das Unternehmen als „Ausbildungsbetrieb des Jahres“ nominiert, es folgte das Qualitätssiegel „TOP Ausbildungsbetrieb 2025“ des Fachverbands des Tischlerhandwerks NRW.
Die Gesprächsrunde befasste sich zudem mit der Zusammenarbeit mit der Olsberger Berufsschule und der durchweg positiven Resonanz auf die von der Handwerkskammer geschulten Ausbildungsbotschafter. Ein weiteres Thema war die Lösungsquote von Ausbildungsverhältnissen in manchen Gewerken – oft bedingt durch falsche Erwartungen, familiäre Einflüsse oder schlichtweg Besetzungsproblemen. Alles Dinge, die bei Innenausbau Biermann keine Rolle spielen.
HwK-Hauptgeschäftsführer Schmitt betonte: „Wir sollten nicht nur analysieren, wo es Probleme gibt, sondern vor allem herausfinden, was Unternehmen wie Innenausbau Biermann anders machen.“ Markus Biermann verfolgt eine klare Strategie: Er wählt seine Auszubildenden gezielt aus und bindet sie langfristig an den Betrieb. Ein gutes Arbeitsklima, Weiterbildungsmöglichkeiten und eine angemessene Bezahlung sind für ihn essenziell.
Innenausbau Biermann: Nachhaltigkeit als Teil der Firmenphilosophie
Auch Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle. Das Motto „Qualität im Einklang mit der Umwelt“ prägt den Betriebsalltag. Eine Photovoltaikanlage auf den Werkstattdächern produziert Strom, Holzreste dienen der Wärmegewinnung und Lösungsmittel werden dank Destilliergeräte wiederverwendet.