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HwK Südwestfalen

Der Fokus liegt auf fordern und fördern

Ausbildung und Nachwuchssicherung hat bei der Jaeger Möbel Plus GmbH + Co KG Schmallenberg Programm – ein Programm mit vielen Facetten. Der Fokus liegt auf fordern und fördern. Jeden Einzelnen nach seinen Fähigkeiten und Interessen. 14 Auszubildende starteten seit 2011 erfolgreich im Schmallenberger Unternehmen in ihren Beruf als Tischler.

 

Der Standort der Jaeger Möbel Plus GmbH im Hochsauerlandkreis mit 28 Mitarbeitern ist einer von 24 in einem familiengeführten Unternehmensverbund mit dem Schwerpunkt Bau und Ausbau. Bundesweit werden aktuell 84 junge Menschen in sieben Berufen ausgebildet. In Schmallenberg sind es zurzeit vier Tischlerinnen und Tischler.

 

Dialog auf Augenhöhe

Teamgeist, Dialog auf Augenhöhe, offene Kommunikation, gelebte Betriebskultur. Diese Werte machen für Betriebsleiter Stefan Wicker eine gute Ausbildung aus – hinzu kommt ein Fahrplan mit einem deutlichen Mehrwert. Für das Engagement für den Berufsnachwuchs wurde Jaeger Möbel Plus für den Ausbildungspreis der Handwerkskammer Südwestfalen nominiert.

 

Azubi + heißt ein betriebsinternes Konzept, das Berufsschule und überbetriebliche Ausbildung um etwa zehn Themen ergänzt. Dazu gehören unter anderem Digitalisierung, VOB, Nachhaltigkeit oder Unternehmensgeschichte. Vermittelt wird dies im internen theoretischen Unterricht. Ergänzt werden zudem betriebliche Fragestellungen, die nicht direkt in der Werkstatt auftauchen, beispielsweise Kostenrechnung. So wird der Blick für das Ganze geschärft.

 

Bonuspunkte als Leistungsanreiz

Dass besondere Leistungen auch honoriert werden müssen, liegt für Wicker, selbst Tischlermeister, auf der Hand: "Dafür gibt es Bonuspunkte, die gegen Tankgutscheine oder Werkzeuge eingelöst werden können." Keine Frage, dass den angehenden Tischlern immer ein direkter Ansprechpartner zur Seite steht: Als Ausbildungsbeauftragter ist Niko Jäkel im Betrieb ihr Mentor.

 

Freie Hand und Entfaltungsmöglichkeiten bekommt der Nachwuchs bei internen Projekten. So entwickelten sie für die Umgestaltung des Pausenraums ein eigenes Konzept. Zeitliche Freiräume sollen und können zu Trainingszwecken genutzt werden. Und schließlich gehört auch die Mitarbeit auf der Baustelle dazu. Hier erleben die Azubis, wie ein im Haus gefertigtes Objekt beim Kunden eingebaut wird, wie sich die Einzelteile zu einem Gesamtbild zusammenfügen.

 

Wichtig ist Wicker auch, individuelle Fähigkeiten des Einzelnen zu fördern. Wo liegen ihre besonderen Interessen? In welchem Bereich arbeiten sie gerne? Diese Fragen sollen sich die angehenden Tischler regelmäßig stellen, damit sich Schwerpunkte herauskristallisieren, wo sie in Zukunft eingesetzt werden. Schließlich wolle man sie langfristig an den Betrieb binden.

 

Stellvertretend für alle Auszubildenden fasst Jens Rüther zusammen, warum er sich bei Jaeger Möbel Plus wohlfühlt: "Es herrscht ein gutes Betriebsklima, man kann sich mit jedem gut verstehen." Und man bekomme sehr viel gezeigt. Die Kollegen nehmen sich Zeit für Erklärungen.

 

Jaeger Hilfsfonds unterstützt Flutopfer

Ist es zum einen die Qualität der Ausbildung, mit der Jaeger Möbel Plus GmbH punktet, kommt zum anderen das soziale Engagement dazu. Dank des Jaeger Hilfsfonds können Auszubildende oder Mitarbeiter bei Bedarf finanziell unterstützt werden – wie beispielweise aktuell bei der Hochwasserkatastrophe. Eine Kooperation besteht zudem mit dem Sozialwerk St. Georg. 

 

Den vorbildlichen Einsatz in der Ausbildung würdigt die Handwerkskammer Südwestfalen mit der Nominierung in der Kategorie "Soziale Verantwortung und gesellschaftliches Engagement" beim diesjährigen Ausbildungspreis. Dazu gratulierte HwK-Geschäftsführer Fabian Bräutigam mit einer Urkunde. Auch Rüdiger Schnüttgen, Ausbildungsberater der Handwerkskammer, und Meinolf Grobbel von der Volksbank Bigge-Lenne beglückwünschten Stefan Wicker zur ersten erfolgreich erklommenen Stufe im Wettbewerb. Der Sieger in dieser Kategorie darf sich über eine Trophäe und ein Preisgeld in Höhe von 2.000 €, gestiftet von den Volksbanken, freuen. Wer der Gewinner ist, erfahren die Betriebe am 8. Oktober 2021 im Rahmen der feierlichen Preisverleihung.